Besucht im Sommer 2008. Der Tag war berückend schön, Hochsommer aus dem Bilderbuch. Während der Stunden, die man dort verbrachte, keimte ein seltsamer Gefühlszwiespalt auf: Der ganze Ort, all die musealen Reste der größten menschengemachten Vernichtungsfabrik, spiegelten das traumhafte Wetter dergestalt ungehemmt wieder, dass sich ein vorab ängstlich erwartetes Grauen so gar nicht einstellen wollte. Man musste sich immer wieder nachdrücklich ins Gedächtnis rufen, wo man war und was dort geschehen ist. Das Erinnern und Gedenken an die Gemordeten wie durch eine Milchglasscheibe.
Und der Photograph in mir war hauptsächlich mit der Frage beschäftigt: Wie ihn festhalten, den Ort, von dem es schon unzählige Aufnahmen der sehr zählbaren Motive gibt?!
Mangelnde Sensibilität?
28.10.2008
27.10.2008
17.10.2008
16.10.2008
Fernsehen
Nun hat also Herr Reich-Ranicki „seinen“ Fernsehpreis, der ja ein Ehrenpreis hätte sein sollen, mit Paukenschlag abgelehnt und brachte die Qualität des derzeitigen deutschen Fernseh-Schaffens in die Diskussion. Frau Heidenreich haut energisch und begeistert in die selbe Kerbe, und schon maunzt, was in großen Teilen für unser Programm verantwortlich ist, empört und beleidigt los.
Aber wollen wir es doch mal (möglichst!) objektiv betrachten:
Interessiert mich eine Wurstbutze, in die ein paar „findige“ Programmmacher ein Dutzend Kameras installiert haben und nun deren „Live-Stream“ zur besten Sendezeit träge über den Bildschirm tröpfeln lassen? Niederquerschnittsintellektuelles Imbissbuden-Geklöne in Farbe? NEIN!
Interessiert mich, ob Müsliguru-Mutti beim „Frauentausch“ mit den rohfleischfressenden Lederjacken-Kids von Biker-Börni klarkommt? NEIN!
Die Liste ließe sich mit so ziemlich allem füllen und fortsetzen, was mir das Vor- und Abendprogramm nahezu sämtlicher für mich erreichbarer Sender allabendlich zu kredenzen sich nicht entblödet.
Ein paar Sendungen, schamvoll auf irgendwelchen Dritten Programmen leider nur unzureichend und damit einem scharfen Auge doch auffindbar versteckt, vielleicht mal ausgenommen...
Ist man als Fernseh-Konsument heutzutage unglücklicherweise mit Hirn und einem gewissen Anspruch „kontaminiert“, muss man entweder mit dem Schlafbedarf eines seligen Napoleon gesegnet sein (Waren es drei Stunden pro Nacht?) oder Arbeitssuchend oder Student (oder beides) sein.
Um es nicht zu schwarz zu malen:
Es gibt sie nämlich tatsächlich noch - die echten Gemmen guter Fernsehunterhaltung!
Blöderweise aber meist um halb ein Uhr nachts oder zu ähnlichen dem Biorhythmus ungemein zuträglichen Uhrzeiten gesendet.
Vielleicht... vielleicht wurde aber der Termin auch mit Rücksicht darauf gewählt, dass es halt so lange dauert, bis Otto Anspruchsgucker das von Bockmist überquellende Fernsehprogramm soweit geblättert und gesichtet hat, bis er diese Sendung(en) letztlich gefunden und sich bis zu deren Beginn auch nervlich soweit wieder beruhigt hat, dass er der Unterhaltungsperle jetzt gewinnbringend folgen kann?!
Man weiß es nicht.
Vielleicht wird's ja irgendwann wieder besser:
Nach der anstehenden Diskussion der Fernseh-Verantwortlichen, dem Literatur-Papst und unserem Jungbrunnen-Tommy, zum Beispiel.
Und sollte da nix bei 'rumkommen:
Vielleicht wird der Arbeitsmarkt, wenn er demnächst mal wieder sich aufschwingt, ja auch von blitzgescheiten Ex-Arbeitssuchenden überschwemmt, die sich nächtens dermaßen das Bildungs-Fernsehen 'reingezogen haben und jetzt die Welt (und Wirtschaft) endlich noch besser machen...
Mit der selben Wahrscheinlichkeit verzichtet E.on aber auch freiwillig auf die nächste Gaspreis-Erhöhung.
Aber wollen wir es doch mal (möglichst!) objektiv betrachten:
Interessiert mich eine Wurstbutze, in die ein paar „findige“ Programmmacher ein Dutzend Kameras installiert haben und nun deren „Live-Stream“ zur besten Sendezeit träge über den Bildschirm tröpfeln lassen? Niederquerschnittsintellektuelles Imbissbuden-Geklöne in Farbe? NEIN!
Interessiert mich, ob Müsliguru-Mutti beim „Frauentausch“ mit den rohfleischfressenden Lederjacken-Kids von Biker-Börni klarkommt? NEIN!
Die Liste ließe sich mit so ziemlich allem füllen und fortsetzen, was mir das Vor- und Abendprogramm nahezu sämtlicher für mich erreichbarer Sender allabendlich zu kredenzen sich nicht entblödet.
Ein paar Sendungen, schamvoll auf irgendwelchen Dritten Programmen leider nur unzureichend und damit einem scharfen Auge doch auffindbar versteckt, vielleicht mal ausgenommen...
Ist man als Fernseh-Konsument heutzutage unglücklicherweise mit Hirn und einem gewissen Anspruch „kontaminiert“, muss man entweder mit dem Schlafbedarf eines seligen Napoleon gesegnet sein (Waren es drei Stunden pro Nacht?) oder Arbeitssuchend oder Student (oder beides) sein.
Um es nicht zu schwarz zu malen:
Es gibt sie nämlich tatsächlich noch - die echten Gemmen guter Fernsehunterhaltung!
Blöderweise aber meist um halb ein Uhr nachts oder zu ähnlichen dem Biorhythmus ungemein zuträglichen Uhrzeiten gesendet.
Vielleicht... vielleicht wurde aber der Termin auch mit Rücksicht darauf gewählt, dass es halt so lange dauert, bis Otto Anspruchsgucker das von Bockmist überquellende Fernsehprogramm soweit geblättert und gesichtet hat, bis er diese Sendung(en) letztlich gefunden und sich bis zu deren Beginn auch nervlich soweit wieder beruhigt hat, dass er der Unterhaltungsperle jetzt gewinnbringend folgen kann?!
Man weiß es nicht.
Vielleicht wird's ja irgendwann wieder besser:
Nach der anstehenden Diskussion der Fernseh-Verantwortlichen, dem Literatur-Papst und unserem Jungbrunnen-Tommy, zum Beispiel.
Und sollte da nix bei 'rumkommen:
Vielleicht wird der Arbeitsmarkt, wenn er demnächst mal wieder sich aufschwingt, ja auch von blitzgescheiten Ex-Arbeitssuchenden überschwemmt, die sich nächtens dermaßen das Bildungs-Fernsehen 'reingezogen haben und jetzt die Welt (und Wirtschaft) endlich noch besser machen...
Mit der selben Wahrscheinlichkeit verzichtet E.on aber auch freiwillig auf die nächste Gaspreis-Erhöhung.
15.10.2008
Präambel - erster Eintrag
lt. Woxikon wie folgt definierbar: „Der Traditionalismus (von lat. traditio : die Übergabe, die Überlieferung) bezeichnet eine konservative Grundhaltung, die in bewusster und expliziter Abgrenzung zunächst zum Revolutionismus/Revolutionarismus, später allgemein zum Progressismus das Festhalten an Überlieferung und Herkommen propagiert.“
Oder: „Nur weil's old fashioned ist, muss es nicht unbedingt schlecht sein.“
In diesem Sinne: Auf geht's!
Oder: „Nur weil's old fashioned ist, muss es nicht unbedingt schlecht sein.“
In diesem Sinne: Auf geht's!
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