28.10.2008

Auschwitz

Besucht im Sommer 2008. Der Tag war berückend schön, Hochsommer aus dem Bilderbuch. Während der Stunden, die man dort verbrachte, keimte ein seltsamer Gefühlszwiespalt auf: Der ganze Ort, all die musealen Reste der größten menschengemachten Vernichtungsfabrik, spiegelten das traumhafte Wetter dergestalt ungehemmt wieder, dass sich ein vorab ängstlich erwartetes Grauen so gar nicht einstellen wollte. Man musste sich immer wieder nachdrücklich ins Gedächtnis rufen, wo man war und was dort geschehen ist. Das Erinnern und Gedenken an die Gemordeten wie durch eine Milchglasscheibe.

Und der Photograph in mir war hauptsächlich mit der Frage beschäftigt: Wie ihn festhalten, den Ort, von dem es schon unzählige Aufnahmen der sehr zählbaren Motive gibt?!

Mangelnde Sensibilität?

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